lauf-stark fürs leben 

"nebenan ist überall" - Spenden-Laufprojekt

Eigene Voraussetzungen

1) Generelle Verantwortung

Mit einem Hund trage ich MEHR Verantwortung als vorher: Die Verantwortung für mich selbst sowieso. Zusätzlich dazu bin ich aber für ein anderes Lebewesen verantwortlich, das Bedürfnisse hat und von mir abhängig ist. Bin ich so stabil, dass ich jederzeit diese Verantwortung tragen kann? Oder wenn dies (noch) nicht so ist – gibt es jemanden in meinem Leben, der so zuverlässig an meiner Seite ist, dass er im allergrößten Notfall bei der Betreuung des Hundes einspringen kann? Was ist, wenn ich z.B. in eine Klinik gehe(n muss) – vielleicht sogar notfallmäßig?   

2) Kosten

Ein Hund kostet nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt Geld: Futter, Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Tierarzt usw. Wenn er oder sie krank wird, wenn gar eine Operation erforderlich ist, dann kann die Summe schon einmal schnell höher werden. Es ist tragisch, dass dieser Gedanke eine Rolle spielen muss, aber leider ist es die Realität.

3) Bedürfnisse des Hundes

Kann ich den Bedürfnissen meines Hundes gerecht werden?

  • 1-2 Stunden pro Tag Auslauf, mehrmals täglich rausgehen
  • u.U. auch nachts raus, wenn der Hund muss!!!
  • Bewegung, Sozialkontakte, mentale Auslastung

Kann ich mich also so von eventueller Panik distanzieren, dass ich den Hund trotzdem auch in diesen Zeiten seinen Bedürfnissen entsprechend versorgen kann? Oder ist für solche Notzeiten eine andere nahe Person mit „im Boot“? 

4) Persönliches

Bei DIS: Können wir die Wechsel zwischen Persönlichkeiten so weit kontrollieren, dass klar ist, wer mit dem Hund arbeitet usw.? Das Training wird extrem erschwert, wenn unterschiedliche Innenpersonen verschieden mit dem Hund arbeiten (Konsequenz, Timing) bzw. Absprachen untereinander nicht möglich sind – oder gar plötzlich unangemessen wütend reagiert wird.

5) Schutz – eigener und der des Hundes

Gibt es Innenpersonen, die dem Hund schaden wollen? Wenn ja, können andere gewährleisten, dass dies nicht passiert – und wer ist dafür verantwortlich? Existiert noch Täterkontakt? Wenn ja, kann ich meinen Hund schützen, mit in den Kontakt hineingezogen zu werden und dadurch in Gefahr zu geraten? Wie schütze ich mich gegen "Erpressbarkeiten", da es ja jetzt auch um den geliebten Hund geht?

6) Ausbildung

Die Ausbildung eines Hundes erfordert Zeit und Kraft, relativ engen Kontakt zumindest zur Hundetrainerin sowie Ortswechsel, damit mein Hund später überall gleich arbeiten kann. Es wird Rückschläge und Enttäuschungen geben; Wege die nicht funktionieren. Das kann gerade vor der Prüfung eine extreme Belastung sein! Und die Prüfungssituation selbst ist auch zu bedenken. Kann ich / können wir das „aushalten“ – und selbst dann oder wenn Trigger auftauchen, dem Hund gegenüber zumindest neutral bleiben?

7) Umgang mit fremden Menschen

Gerade wenn ich einen Welpen habe, aber auch sonst: Es wird immer wieder passieren, dass Menschen meinen Hund oder mich ansprechen, den Hund streicheln wollen – oder auch umgekehrt ablehnend reagieren. Kann ich damit umgehen und mich und meinen Hund gegebenenfalls abgrenzen?